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Mai 09

Die SMS – ein herber Absturz

Noch vor drei Jahren schien es so, als ob die SMS allen neuen Kommunikationsformen trotzen würde. Trotz zahlreicher Instant Messenger wurden Jahr für Jahr mehr SMS-Kurznachrichten verschickt. Damit ist es vorbei, die SMS-Nutzung ist besonders in den vergangenen beiden Jahren dramatisch abgestürzt, wie Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom zeigen.
SMS_Nutzung

Die Zahl der in Deutschland verschickten Kurznachrichten ist demnach im vergangenen Jahr das zweite Jahr in Folge deutlich gesunken – von 37,9 Milliarden im Jahr 2013 auf 22,5 Milliarden im Jahr 2014. Das entspricht einem Minus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Bitkom auf Basis von Zahlen der Bundesnetzagentur mitteilte.

Den ersten Rückgang gab es schon 2013 mit einem Minus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich damit die Zahl der versandten SMS mehr als halbiert. Hauptgründe für den Abwärtstrend sei die Verbreitung von Smartphones und der damit einhergehende Boom von Messenger-Diensten wie WhatsApp oder iMessage. „Wer heute vom Mobiltelefon eine Nachricht schreibt oder ein Bild verschickt, verwendet in sehr vielen Fällen internetbasierte Dienste“, erklärte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Die Messenger-Dienste werden die SMS auch mittelfristig nicht vollkommen verdrängen, aber sie haben den Markt für mobile Kurznachrichten grundlegend verändert.“