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Sep 13

KaOS auf meinem Computer

Auf meinem Computer herrscht jetzt KaOS – ja, Chaos auch, aber das ist schon länger da als KaOS.  Was beide gemeinsam haben, ist, dass sie etwas gewöhnungsbedürftig sind.  

fla_logoKaOS ist eine Linux-Distribution, die die KDE-Benutzeroberfläche in der neuesten Version mit dem Plasma-Desktop nutzt. Das war auch der Hauptgrund für mich, warum ich diese Distribution einmal ausprobieren wollte. Es gibt so einige KDE-Programme wie den Musik-Player Amarok, das Rip- und Brennprogramm K3B und vor allem die Planetariumssoftware KStars, die für mich einfach sein müssen. Auf einem Computer hat KaOS jetzt erst einmal Mint als Linux-Betriebssystem meiner Wahl abgelöst. Auf einem anderen Rechner läuft Mint 18 aber weiter.

KaOS gibt es als Live-System, das auf eine DVD oder einen USB-Stick gepackt und von dort aus ausprobiert werden kann. Der erste Eindruck ist, dass man hier ein wirklich schlankes und flottes Desktop-System mit einer modernen und sehr aufgeräumten Grafik vor sich hat. Die Auswahl an Software, die in der Basisausstattung mit dabei ist, ist etwas gewöhnungsbedürftig. So gibt es zum Beispiel Caligra als Office-Paket statt des sonst häufig in Linux-Distributionen genutzten Libreoffice. Bei anderen Programmen musste ich dann doch erst mal gucken, was das ist: Kantata? Camosa? Spectacle? Und der Browser heißt QupZilla? Macht nix. Wem das nicht gefällt, kann andere Programme leicht nachinstallieren, mit Octopi.  

20160908_195612Die Installation von KaOS auf dem Rechner (für den, dem die Live-Version gefallen hat) ist grafisch sehr übersichtlich und gut gelöst. Mit ein paar Mausklicks kann man festlegen, wo KaOS hin soll und wie viel Platz es auf der Festplatte belegen soll. Und da KaOS auch einen ordentlichen Bootmanager mitbringt, bleibt es bis aus Weiteres auf meinem Rechner.

Auch mit anderen Geräten scheint KaOS gut zurechtzukommen. Der neue HP-Drucker HP 3700 wurde sofort erkannt und druckte im Gegensatz zu Windows 10 eine sechseitige PDF-Datei klaglos und schnell aus. Daran waren zwei Windows-Programme (Edge und Reader) zuvor ziemlich kläglich gescheitert. Dass der HP-Drucker gut erkannt wurde und auch ein übersichtliches Verwaltungsprogramm hat, liegt wahrscheinlich auch daran, dass KaOS standardmäßig den HP Device Manager dabei hat. (Test des Scanners folgt)

Ein kleines Chaos hat KaOS aber dann doch bei meinen Mail-Konten angerichtet. Yahoo sperrte mir den Zugang zur Mail für zwölf Stunden. Grund ist wohl eine Anmeldung auf dem unbekannten Gerät “Linux”. Gmail beklagte das zwar auch, gab mir aber immerhin die Möglichkeit, zu bestätigen, dass ich “das Gerät” kenne und dass es mir gehört. Ich hoffe doch stark, dass sich Yahoo und Google noch an “Linux” gewöhnen. Es kann durchaus sein, dass ich mich noch häufiger mit diesem komischen Gerät anmelde.   

Und noch ein paar Links: